Samstag, 11. Mai 2013

Roadtrip Northbound

4000 Kilometer von West nach Ost, 2700 Kilometer von Nord nach Sued schreien gerade zu danach, bereist zu werden. Perth war interessant, aber irgendwann hat man auch genug, kauft Unmengen von Wasser, Dosenfutter und natuerlich ein Auto - letzteres tat nicht ich sondern ein Kollege, aber die 800 $ fuer einen 20 Jahre alten Ford Fairlane mit einem 4 Liter V6 und einer viertel Millionen Kilometer runter waren gut angelegt. So packt man all sein Hab und Gut in den Karren, die anderen beiden Travelmates taten das auch und so wirkten wir eher wie ein tuerkischer Familienausflug in den 70ern - nur dass wir nicht zu acht in einem Ford Capri sassen und an einem Dachgepaecktraeger mangelte es uns auch. Platz war trotzdem keiner.




Kaum verlaesst man die Stadt, schon sind dramatische Veraenderungen deutlich spuerbar. Die Strasse, die in der Stadt als ein Freeway-Beton-Monster begann, verkuemmerte zu  einer Kreisstrasse zwischen Seelow und Lietzen. Auch sonst glich vieles Brandenburg, nur das wenigstens alle 20 Minuten ein Mensch zu sehen war (meist freundlich gruessend aus einem entgegenkommenden Fahrzeug), alles weitlauefig gruen erstrahlte und am Horizont der Indische Ozean das Ambiente komplettierte.  



Und weil wir ja schliesslich nicht in Brandenburg waren, muss man sich eben auch mit der lokalen Flora und Fauna etwas mehr auseinander setzen. Um dies Touristen gerecht von statten gehen zu lassen besorgt man sich ein "Western Australia Monatsticket" fuer alle Parkanlagen im groessten Bundesstaat dieses Kontinents (Deutschland passt da knapp achtmal rein -  einen Oezil oder Goetze haben sie trotzdem nicht). So sahen wir im ersten Nationalpark auch das, was wir sehen mussten und was bei den meisten Backpackern dazu fuehrt, schleunigst das Facebookprofilfoto eben dahingehend zu aendern, dass auch dem letzten daheim gebliebenen deutlich wird, das Europa mehr als 150000 km weit weg ist.



Fuer das Nationaltier Nummer zwei, das eher auf der selben Anzahl an Beinen unterwegs ist und nicht die ganze Zeit in Baeumen haengt, bedarf es keines Nationalparks. Moechte man Kaengurus sehen, so muss man einfach zur Kuehltheke im oertlichen Woolworths gehen - hier in Down Under eine Lebensmittelkette und kein Ramschladen - oder die Highways stadtauswaerts befahren. Der Zustand der Lebendigkeit ist der gleiche, nur die Koerperkerntemeperatur und der Verwesungsgrad weisen Unterschiede auf. Faellt in Deutschland alle paar tage mal ein Reh einem heran nahendem Kuehlergrill zum Opfer, so gleicht ein australischer Highway eher dem mit Kaengurukadavern flankiertem blutigen Pfad Gottes. Nachts sind alle Kaengurus grau - oder tot oder eben beides. Der Rekord eines Road Trains - ein ellenlanger LKW mit bis zu vier langen Anhaengern - soll laut Legende bei 76 Kaengurus auf einer 800 km Strecke liegen. Da stellt sich doch die Frage, wie viel Bundesadler eigentlich auf deutschen Strassen durch Kraftfahrzeuge das zeitliche segnet - vielleicht weiss Peter Ramsauer da mehr.

Wenn man es dann auch mal von einem Highway auf eine Nebenstrasse schafft, so liegt es wohl eher daran, dass man nach Unterkunft oder weiteren Nationalparks sucht. Letztere konnten wir ja dank unseres Passes besuchen. Der Name des ersten Parks lies eher Afrika als Australien vermuten: Nambung. Dort fanden wir aber die sogenannten "Pinnacles" vor. Uberdiemensionale Stalagmiten, denen man das schuetzende Dach einer Tropfsteinhoehle raubte. Nun schlenderten wir dadurch und staunten nicht schlecht, als uns beinahe ein Toyota Avensis ueber den Haufen fuhr. Ein Nationalpark, der es dem bequemen Teil der Bevoelkerung also auch ermoeglichte, dieses Naturschaupiel bequem vom Autositz aus zu verfolgen. Wir machten uns schnell wieder zum Karren auf, um das Angebot dieses kulturellen McDrives wahrzunehmen. Nur hielt es uns alles andere als auf den Sitzen.


  




Tage spaeter erfuhren wir, dass wir es noch an einem der letzten Tage in diesen Park geschafft haben. Danach war dieser fuer zwei Monate wegen Wartungsarbeiten fuer den oeffentlichen Publikums Verkehr gesperrt. Wahrscheinlich mussten neue Spritzgusssteine aus Asien nachbestellt werden, aber nichts genaues weiss man nicht.

Der zweite erwaehnenswerte Nationalpark - und im Endeffekt ist in Australien alles ein Nationalpark, was nicht Stadt ist - war der Kalbarri Nationalpark. Wir fuhren vom Highway ab und das Schild, welches einem sagte, dass es zur Hauptattraktion nur noch knapp 30 Kilometer sind, liess nicht vermuten, dass wir dafuer eine geschlagene Stunde benoetigen wuerden - eine Eroerterung unserer Durchschnittgeschwindigkeit faellt aus Praktikabilitatetsgruenden flach . Denn der "Belag", wenn man diesen so nennen kann, aehnelte durchaus wieder demk einer deutschen Kreisstrasse und er machte unserem Wagen - intern auch Mr. White genannt - ganz schoen zu schaffen. Das stoerte die an uns vorbeirauschenden Gelaendewagen wenig.


         

Am Ziel angekommen fanden wir etwas vor, was atemberaubend war. Denn die dort vorhandenen Toiletten waren nicht mit einem Abwassersystem verbunden und so konnte man sein Geschaeft ueber einem dunklen Loch verrichten. Dies zog natuerlich auch Fliegen an -  und das nicht zu knapp. Jene verfuegten bei weitem nicht ueber die Hoeflichkeit und Zurueckhaltung einer   deutschen Stubenfliege, so dass direkt und ohne Umwege saemtliche Koerperoeffnungen und -hoehlen "Harakiri-maessig" angeflogen wurden. Das war ein Spass. Deshalb ist es nicht selten, dass der Australier an sich gerne auch mal mit einer Fliegen-Burka ueber seinem Kopf anzutreffen ist.

Die letztendliche Hauptattraktion war auch atemberaubend. Eine Schlucht die ein wenig an den Grand Canyon erinnerte und man dachte, das jederzeit Winnetou und Old Shatterhand vorbei reiten wuerden. Eine Sache stellte sich noch als Haengepartie heraus und das war das "natural window".


      



Einer der Gruende Australien zu bereisen - neben den hohen Preisen fuer Alkohol, Tabak und Lebensmittel - sind natuerlich die Straende. Als in Deutschland alles schwarz und grau wurde (In Berlin standesgemaess eher schwarz zu blau), erstrahlte dieser Kontinent in schoenem hellblau und weiss. Azurblaues Wasser und schneeweisse Straende - so weiss wie zu dem Zeitpunkt wohl der Boden in Deutschland gewesen sein mag - liessen doch mehr als Freude aufkommen. Zumindest bei uns, im Gegensatz zu den daheim Gebliebenen. Teilweise Menschen leer musste man sich erst einmal daran gewoehnen abends seinen Prachtkoerper mit Apres-Lotion einzuschmieren, um dem Sonnenbrand Herr zu werden - und das Mitten im November. Hartes Los. Die Sonne scheint schon sehr stark hier unten und das Level der UV-Strahlung ist taeglich hoeher, als die Staatsverschuldung von Griechenland, Portugal und Italien zusammen. Man spricht hier unten von "extreme". Und das dann auch noch diese Straende mit dem Auto zu befahren waren, setzt dem ganzen die Krone auf.


        


Natuerlich nutzten wir diesen Roadtrip auch dazu, um uns nach Farmarbeit umzuschauen. Wir steuerten eine Farm an und damit man fuer das potentielle Bewerbungsgespraech auch gut vorbereitet war, erleichterte ich mich wenige Meter davor noch einmal im Gebuesch. Dies ereldigt fuhren wir direkt auf den Hof, stiegen aus und ich verwickelte die Dame des Hofes in ein Gespraech. Auf die Frage hin, ob denn noch Arbeit da waere, meinte sie nur, dass die Ernte dieses Jahr sehr schlecht gewesen sei und man deshalb weniger Arbeitskraefte benoetigen wuerde. Im selben Atemzug wiess sie mich kurz darauf hin, dass wir zehn Minuten zu spaet gekommen waeren, denn eine giftige Schlange sei auf dem Hof auchgetaucht. Kaum hatte sie das ausgesprochen, schrie sie schon laut nach ihrem Mann, um diesen darauf hinzuweisen, dass die Schlange wieder da sei. Ich zueckte voller touristischer Sensationsgier meine Kamera - was der Dame missfiel, denn sie hatte Sichherheitsbedenken und wollte mich lieber im Auto sehen als davor - und machte Fotos. Ihr Mann schlug im wahrsten Sinne des Wortes das Reptil mit Eisenstangen in die Flucht. 




Die Schlange verliess den Hof, wir auch und ich dachte, dass ich vor meinem naechsten Vorstellungsgespraech nicht mehr aufs Klo gehen werde - oder nur dann, wenn klar ist, dass keine giftigen Schlangen anwesend sind.     

Neben Kaenguru und Koala hat Australien auch noch viele andere Tiere und Kriechzeug zu bieten. So sahen wir Lebewesen in freier Wildbahn, die teilweise aussahen wie Holz oder Steine:











Und auch Dinge, die sich dann tatsaechlich als das auch erwiesen haben.



Da war wohl jemand von Sensationsgier getrieben etwas zu schnell am Ausloeser.

Dieser Roadtrip sollte uns - was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten - Netto knapp 1000 Kilometer weiter noerdlich bringen (Brutto war diese Zahl sicherlich das dreifache hoeher). Wir benoetigten dafuer knapp 5 Tage, ein gewoehnlicher Australier macht das Ganze gerne auch mal an einem. Eine Distanz, ein bisschen mehr als von Flensburg nach Garmisch-Partenkirchen. Wenn man diese Route in Deutschland waehlt, dann steigt man ins Auto, faehrt los und macht Tank & Rast wann und wie es einem beliebt. Es ist egal ob in in Hannover, Kirchheim oder Pfungstadt stoppt. In Australien, und gerade im duenbesiedelten Western Australia ist der Fall komplett anders gelagert. Denn ab der Hoehe Geraldton (das entspraeche in Deutschland von Flensburg aus kommend ungefaehr Kassel) wirds knapp mit den Moeglichkeiten. Man muss vorher planen wann und wo man tankt, denn die naechste Raststaette (oder im Fachjargon Roadhouse) ist dann erst einmal 220 Kilometer weit weg. Und Dazwischen? Nix. Ausser eines. Denn ja, es gibt sie doch, auch fernab von Kuehltheken und Strassengraeben:   



Montag, 6. Mai 2013

Perth V - ora et labora

Anm. d. Red.: Der Autor dieses online Druckwerks ist etwas in Verzug geraten um tagesaktuell und zeitnah von den Geschehnissen zu berichten. So wurde zwar seitens der Redaktion viel recherchiert, jedoch ist die Pressekrise auch an dem Autor nicht spurlos vorueber gegangen, so dass das gespannte Publikum bald auf einen Peter Zwegat Zweiteiler "Raus aus den Schulden - Down Under" hoffen kann. Geldspenden werden bitte an folgende Kontodaten...naja, iht wisst schon...      

(Dieser Artikel ist schon seit vier Monaten als halbroher Entwurf gespeichert - deshalb sind Umlaute jetzt nicht mehr komplett verfuegbar...)


Wer feiern kann, kann auch Arbeiten. Diesen – ja, meinen persönlichen….Moment, falscher Artikel…ach nee, diesmal geht es ja wirklich ums Arbeiten!

Also kaum in Perth angekommen bekommt man schon in der ersten Woche ein schlechtes Gewissen, wenn man die Ausgaben für Kost (Zigaretten und Alkohol)  & Logis denen der Einnahmen gegenüber stellt. Trotz der verpflichtenden 5000 Dollar, die man bei der Einreise vorweisen muss - was in der Realität aber keinen interessiert, nicht mal die Bio Security - beschleicht einen schon sehr schnell das Gefühl, die Heimreise aufgrund von totaler Privatinsolvenz innerhalb der nächsten 12 Tage wieder antreten zu müssen. Das schöne an diesem Gefühl ist, dass es durch die Äußerungen und Ängste der Anderen gleich noch einmal um das tausendfache potenziert wird. So hockt man die erste Woche im Hostel und möchte schon am Freitag die Hand zum Offenbarungseid heben, weil ja alles so teuer ist und man selber schon fast pleite scheint. Ganz so schlimm ist es nicht, aber der Mensch lebt nicht nur von Luft und Liebe.

Von purer Existenzangst getrieben (und in der Realität gerade mal um die 400 Dollar ärmer) begibt man sich in der zweiten Woche auf Jobsuche. Zuerst verfasst man ein Resume - einen kurzer Lebenslauf in englischer Sprache - um sich für potentielle Arbeitgeber interessant zu machen. Dann verzweifelt man, fängt an zu saufen und die ganze Sache geht wieder von vorne los. Also meldet man sich bei HAYS an und erstellt ein Linkedin-Profil (das bis heute noch brach liegt) um die ausweglose Situation noch weiter zu verschärfen."Alle bekommen einen Job, nur ich nicht!" und das denken alle, womit wir wieder bei der Gruppendynamik angekommen wären -  auch ohne Alkohol. 

Nun lernt man Leute kennen und der eine hatte eine Nummer von Paul. Paul war ein Supervisor, der in seinen Dienstzeit gerne Backpacker sehr preisgünstig versklavt, um von diesen Zelte auf- und abbauen und LKWs  (australischer Fachterminus: HR-Truck) mit tonnenschwerem Krempel be-und entladen zu lassen. So versuchte dieser Kumpel diesen Paul mehrmals zu erreichen und wurde immer wieder vetröstet. Irgendwann zum Ende der zweiten Woche gab es dann doch die Möglichkeit, beim Gutsherren vorstellig zu werden und 4 Deutsche - darunter auch ich - machten sich per Bahn dahin. So fanden wir uns in einer Lagerhalle wieder und ich machte mein Kreuz ein weniger breiter, als es tatsächlich war, um körperliche Präsenz und Stärke zu demonstrieren.  Nach ein bisschen Small Talk - wir kamen auf Empfehlung - unterschrieben wir die standardisierten Arbeitsverträge und Paul versprach uns in den nächsten Tagen Arbeit. 

Dieses "tomorrow" oder "soon" sind Lieblingswörter der australischen Arbeitgeber Backpackern gegenüber und wenn man nicht am Ball bleibt, dann hilft auch kein Beten mehr.

Nun gingen die Tage ins Land und alle waren irgendwie schlecht drauf, weil es keine Arbeit gab. So haben wir uns zusammen getan und einer Deutschen angeschlossen, die bald drauf in der Nähe von Perth bei einer Firma arbeitet wird, die von den Bauern den Weizen aufkauft. Sie hatte dort eine Stelle als Prüferin gefunden. Sie muss also die Qualität der Lieferung feststellen und wird diese Position auch sehr "soon" antreten werden.

So hielten wir auf dem Weg Ausschau nach der ein oder anderen Farm. Nach ca. 45 Minuten wurden wir mit einem Auge auf ein Schild aufmerksam und voller Vorfreude auf den ersten Job bogen wir links ab. Der Terminus Farm wird im australischen sehr weit gefasst, das haben wir nach einem netten Gespraech mit der schmunzelnden Dame an der Rezeption und dem netten Aussenambiente schnell gemerkt. Uebernachtungen und Mahlzeiten waeren inklusive gewesen....allein an unseren "Qualifikationen" ist eine "Einstellung" gescheitert. Wir haetten aber auch so dankend abgelehnt.               


Nun machten wir uns nach unseren ersten Aussenerfahrungen von Down Under wieder auf den Heimweg. Im ueblichen Feierabendverkehr steckend fasste ich mir ein Herz und rief Paul noch einmal an , um nach moeglichen Jobs zu fragen. Ich stotterte mir einen ab - fraglich ist, ob Paul mich ueberhaupt verstanden hat - aber schlussendlich hatten wir alle fuer den naechsten Tag einen Job, den ersten - Juchu!

Wir waren gekleidet wie die Hampelmaenner. In Australien muss man als Arbeiter deutlich sichtbare Oberkoerperbekleidung, so genannte Hi-Vis, tragen. Diese gibt es im dezenten neon gelb oder neon orange und man waere wohl mit diesen vor zwanzig Jahren in der Berliner Technoszene ziemlich en vouge gewesen.  



Wir kamen auf dem uns bekannten Gelaende an und wurden in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Die ersten Arbeiten bestanden darin Bruce zu helfen. Ein Kerl, um die 50, der neben seinem klaren und deutlichem Englisch auch eine weitere Eigenart aufwies: Probleme mit dem Zwerchfell. Dies zwang ihn dazu seine Arbeitsanweisungen alle 30-47 Sekunden durch einen Mix aus Schluckauf und muerrischem Grunzen kurz zu unterbrechen, beziehungsweise dies nahtlos darin einzubauen. So lautet Bruce erste Arbeitsanweisung im feinsten Oxford Englisch an uns: 

"Njar..[Geraeusche, die einer Kreissaege aehneln]...[Schluckauf/Grunzen]....blabla ...F*cking C*nts...[Grunzen/Schluckauf]...[Der Schrei nach Liebe einer bruenftigen Seekuh]...blabla...[ein zaghaftes Doppelgrunzen], mates!" 

Wir verstanden sofort...und zwar nix. Wussten nun aber, dass Australier gerne auch mal fluchen und taten so, als ob wir wuessten was zu tun waere. Wir rauemten Stuehle von der einen Ecke in die andere und Bruce quittierte unsere Arbeit zufrieden mit einem dreifachen "Hipp, Hipp....Grunz, Grunz".  
Unseren ersten Arbeitsauftrag erledigt durften wir diese Stuehle dann von der anderen Ecke in einen LKW laden und mit diesem dann zum internationalen Golfturnier fahren und sie dort wieder entladen. In Western Australia scheint es einen TUEV wirklich nur in Ausnahmefaellen zu geben. Der Zustand des Trucks - und vor allem jener der zwei nicht aufgepumpten Innenreifen an der Hinterachse waren weitaus schlechter, als es die sportlich offene Schaltkulisse und das durchgerostete Fussblech vermuten liessen.


Der erste Arbeitstag ist vollbracht, 18 Dollar die Stunde standen uns zu. Andere verdienen weitaus mehr. 

Es ist schon interessant im Allgemeinen zu beobachten, wie die Gehaltsverteilung hier in Australien vonstatten geht. Muss in Deutschland jemand, der einen Bagger und LKW fahren kann oder gar ein Handwerk gelernt hat (Tischler, Schweißer, Heizungsbauer etc.) womöglich noch zum Amt gehen, um für die Grundversorgung seiner selbst, der Ehefrau (oder -Mann, je nach sexueller Orientierung) und der Kinder sorgen zu können, so ist es in Australien (allein schon rein körperlich) nicht möglich, letzere ausreichend zu produzieren , um das Gehalt, das eben diesen Leuten hier gezahlt wird, auch nur ansatzweise zum Schrumpfen zu bringen. Sobald du auf einer Baustelle im Outback oder in, um oder um einer Mine herum arbeitest, weißt du gar nicht mehr wohin mit deinem Geld. Mir fiele da schon was ein, so wie den meisten anderen hier auch. In diesem Sinne: Prost!